Franz’l

04.01.2014 Freedom Camping nach Franz Josef Gletscher

Unbenannt

……trotz aller Horrorszenarien wurde es tatsächlich wieder hell und wir lebten noch und die schlafarme Nacht wurde mit einem einmaligen morgendlichen Blick auf die Berge belohnt. Nachdem jeder seine Haufen mit einem Steinhaufen bedeckt hatte, gabs Frühstück mit gebratenen Toast (weil der Toaster nur mit Strom geht ) und Kaffee. Im Nachgang ein besonders schöner Platz, an die Nächte müssen wir uns jedoch noch gewöhnen.

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Der Weg über den Arthurs Pass säumten wieder einmal mächtige breite Flußtäler, in dem der Fluß machen konnte, was er wollte, ohne von Menschen eingezwängt zu werden. Unterwegs trafen wir eine Schar Kea Papageien, die sich wohl gern fotografieren ließen und die von doofen Touristen, trotz Verbotsschilder, gefüttert wurden, nur um sie vor die Kamera zu bekommen.DSC_0306üweb DSC_0319üweb

Innerhalb weniger Kilometer, fiel unsere Fahrtstrecke dank 16% Gefälle von knapp 1000 Meter Höhe auf Meeresniveau.

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Bei einem Zwischenstopp in Greymouth (für unsere sächsischen Freunde: Krähmaus), ging es an der Westküste schnurstracks Richtung Gletscherregion. Unser Navi führte uns an einen angeblich im Dschungel liegenden Campingplatz. Dessen Eingangstor gefiel uns überhaupt nicht, deshalb versuchten wir es mit unserem Wohnmobil einzureißen. 3,29 m waren für unser 3,30 m hohes Mobil wohl zu flach und auch das Geräusch im Wohnmobil empfanden wir als äußerst unangenehm, deswegen setzten wir schnell zurück und traten die Flucht an. Schweißgebadet inspizierten wir auf dem nächsten Parkplatz unsere obere Schlafkabine und war froh, dass wir kein Cabrio hatten und auf die paar Kratzer mehr, kommt es dann auch nicht mehr an.

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Zum Glück war es nicht der gesuchte Campingplatz und wir checkten einige 100 Meter weiter auf dem Platz unserer Wahl ein und empfanden unseren Stellplatz als sehr gemütlich, ohne Zombies und mit Strom.

Da morgen wieder viel Regen voraus gesagt wird, fuhren wir umgehend zum Franz Josef Gletscher (von Nico liebevoll Franz Josef Strauß Gletscher genannt). Wir haben in Neuseeland gelernt: Nutze sofort die  Gelegenheit eine Sehenswürdigkeit anzuschauen, am nächsten Tag könnte dir sonst das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen. Nach einer guten Stunde Fußweg zeigte sich uns der imposante Gletscher, mit seinem gigantischen Schmelzwasserfluß. Traurig stimmte uns die Schmelzgeschwindigkeit des Gletschers. Innerhalb weniger Jahre hat er einen großen Teil seiner Masse verloren. Leider macht der Klimawandel auch in Neuseeland keinen Halt. Mit einem bisschen schlechten Gewissen über unsere verheerende CO2 Bilanz in diesem Urlaub behalten wir diesen einmaligen Anblick gern in unseren Erinnerungen.

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Auf dem Rückweg schlenderten wir  durch das Franz Josef Dorf und vor einer mannsgroßen Kiwi Nachbildung fragte uns ein indischen Pärchen, ob wir sie dort fotografieren können. Nico konnte sich das Lachen kaum verkneifen und Frank meinte im Nachgang, die Inder denken sicher, die Kiwis seien wirklich so groß.

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