Fjordfahrt

11.01.2013 Te Anau nach Milford Sound

Unbenannt

…. 7.00 Uhr, der Wecker klingelt, schnell frühstücken und ab Richtung  Milford Sound, um noch vor den Busreisegruppen aller Welt den Fjörd zu besichtigen. Schnell noch vorbei an den Spiegelseen, die diesmal sogar spiegelten und auf dem Parkplatz noch fix einen Reisebus mit asiatischen Touris abgehängt. Frank hatte Jagdwurst gefrühstückt, denn wir fuhren mit einer imensen Reisegeschwindigkeit. Die Fotostopps auf dem Hinweg wurden auf ein Minimum reduziert.DSC_0779üweb DSC_0765üswweb

Eben noch blauer Himmel und innerhalb von Sekunden Nebel und Regen, so ist das eben hier. Das muss man leider hinnehmen oder bleibt zu Hause.

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Angekommen am Milford Sound, konnten wir in einer flughafenähnlichen Halle unsere Schiffstour buchen. Wir suchten uns die Gesellschaft mit den kleinsten Schiffen aus, denn die anderen Schiffe muteten schwimmenden Viehtransportern an. Wir hatten noch etwas Zeit und nahmen noch ein Omelett ein, wobei sich die Bedienung um 8 Dollar zu unseren Ungunsten verrechnete, wir das nicht weiter wahrnahmen, das  junge Mädel jedoch, ihren Fehler selbst erkannte und uns das Geld zurück gab…..wirklich nett, diese Neuseeländer:-) Nachdem wir gegessen hatten, gabs einen Brunch für die Sandfliegen, die hier wohl ihre Zentrale hatten und sich in Schwärmen auf uns stürzten, um unser mit Omelett angereichertes Blut zu saufen.

Auf unserem Ausflugsschiff erblickten wir, gleich nach dem Abbiegen in der ersten Kurve, einen riesigen Wasserfall und so langsam hoben sich die Wolken und gaben ein paar Blicke auf die schneebedeckten Gipfel frei. Senkrecht abfallende Felswände, mächtige Wasserfälle, ein paar Robben und angenehm wenige Leute auf dem Schiff, ließen uns unsere Minikreuzfahrt durch den Milford Sound genießen.

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Zufrieden mit dem heutigen wichtigsten Punkt und diesen so angenehm erlebt zu haben, überquerten wir grinsend den Reisebusparkplatz, der jetzt mit gut 60 Bussen belegt war. Zu unserer Überraschung zeigten sich bei der Rückfahrt die Bergpanoramen, die bei der Hinfahrt hinter Nebel lagen – und diese waren echt gigantisch.

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Nur kurz gestört von ein paar doofen Touris, die wieder mal Keas fütterten und fotografierten, DSC_0115üweb

bekam Nico nur etwas Platzangst, bei der Durchquerung des Tunnels auf der Strecke und Frank konnte aus Entspannungsgründen sein Fahrtempo etwas drosseln.

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Heute hatten wir uns wieder vorgenommen strom- und zivilisationslos zu übernachten, was bei dem heutigen schönen Wetter gar nicht so einfach war. Zwei wunderschöne Plätze  waren schon gefüllt und unser Favorit war gesperrt. Ein Campingplatz versteckte sich jedoch noch und wartete auf uns. Am Mackay Creek wurden wir unerwarteter Weise mit einem einmaligen, direkt unverstellten, Blick auf das Bergpanorama aus der ersten Reihe belohnt. Gut das wir schon gegen 15 Uhr ankamen, denn einige Wohnmobile fuhren wieder weg, weil dieser schöne Platz schon durch uns belegt war.

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Trotzdem füllte sich so langsam der Platz, so dass wir diese Nacht keine Angst vor Zombies und Nierentransplantationen haben mussten. Tatsächlich kommt hier mitten in der Wildnis auch jemand vorbei, um zu schauen, ob man denn seine Campingplatzgebühr bezahlt hat.

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Für die deutsch-französische Freundschaft verliehen wir einen Kochtopf und für die deutsch-israelische Freundschaft spendeten wir unser gesammeltes Brennholz. Die israelischen Jungs, die direkt neben unserem Womo ihre Zelte aufschlugen, waren nicht so gesprächig, weil sie sicher nach ihrer 50 km langen Wanderung geschafft waren und es am Abend nur 6 Löffel Reis mit Zwiebeln und  paar Bohnen vom Gaskocher gab. Nico konnte sich gar nicht wieder beruhigen, wie man mit so wenig Essen und so guter Laune existieren kann. Bei Einbruch der Dunkelheit änderte  sich jedoch schlagartig das Wetter, unser Wohnmobil schaukelte durch den Regensturm, wie ein Schiffsdeck und nicht genug, das es bei unseren Nachbarn so wenig zu essen gab, jetzt wurden ihre Minikuschelzelte auch noch richtig durchgeschüttelt und geflutet.

Da waren wir wieder froh, auch wenns auf diesem Campingplatz dekadent aussah, eine dichte Behausung zu haben.

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